10 Mai, 2026

btw: Naturnahes Gärtnern und Sparen


Genau diese Chance bietet naturnahes Gärtnern. Rasendünger, exotisches Ziergehölz und die oft nur einjährigen, gezüchteten Hybridpflanzen kosten.

Heimische Stauden hingegen lassen sich wunderbar teilen und an Nachbarn weitergeben, Wildsträucher oft über einfache Stecklinge vermehren. Und auf teure Insektenhotels kann getrost verzichten, wer verdorrte Halme und Büschel den Winter über noch auf den Beeten stehenlässt.

Auch darauf, Geld für künstlichen Dünger und Pestizide auszugeben, kann und sollte man verzichten. Je nährstoffärmer, desto größer ist im Allgemeinen die Pflanzenvielfalt.

Benzin für den Rasenmäher und Wasser lassen sich ebenfalls sparen: Heimische Arten kommen mit Trockenheit meist wesentlich besser zurecht als exotische und eine üppige Blumenwiese besser als kurzer Rasen.

Akkurat gekürzter Rasen ist nicht naturnah, für viele Menschen aber nach wie vor das Schönheitsideal. Manche porkeln gar einzelne Löwenzahnwurzeln aus der streichholzkurz gestutzten Grasnarbe.

Übrig bleibt blütenloses Grün, das kaum Nahrung bietet. Solche Flächen sind fast tot. Und wo nichts krabbelt, fliegt auch nichts. 

Bild von Hazi54 auf Pixabay