29 März, 2026

Gemüse mit Sinn

Es gibt Gemüsesorten, die sind für Kinder ein Graus. An vorderster Stelle stehen Brokkoli, Blumenkohl oder Rosenkohl, der selbst für manche Erwachsene eine geschmackliche Herausforderung ist.

Dabei sind Kohlsorten sehr gesund: In ihnen stecken nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Folsäure, Eisen oder Ballaststoffe.

Zu den Brassica-Gemüsesorten zählen unter anderem Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Kohlrabi und Romanesco.

Geschmackssinn lässt sich trainieren
Was diese Kohlsorten gemeinsam haben: Sie schmecken bitter, vor allem für Kinder. Denn in ihnen steckt ein Substrat. Beim Kauen im Mundraum reagiert dieses Substrat mit den Bakterien, die in unserem Speichel ganz natürlich vorkommen.

So entstehen schwefelartige Stoffe, die von Kindern als äußerst unangenehm empfunden werden. Die Folge: Es schmeckt "bäh".

Im Laufe des Lebens kommt Erfahrung hinzu: Denn je älter wir werden, desto mehr kann sich unser Geschmacksempfinden verändern. Dass Kinder den Rosenkohl auf dem Teller liegen lassen, muss also keineswegs ihr Leben lang so bleiben.

Etwa acht bis 15 Anläufe brauchen Kinder, um sich mit dem "Grünzeug" anzufreunden. Eltern haben hier eine wichtige Vorbildfunktion. Sie können ihrem Nachwuchs zeigen: Schau her, das schmeckt mir und ist gesund. Das darfst du auch essen!

Geschmack verändert sich im Laufe der Jahre
Mit steigendem Alter gerät das Rosenkohl-Thema aber immer weiter in den Hintergrund. Bei Erwachsenen spielt die Konzentration der Schwefelverbindungen im Speichel beim Essen von Rosenkohl, Brokkoli oder Co. keine Rolle mehr.

Bild von Ylanite Koppens auf Pixabay

22 März, 2026

Von der Filtertüte zum Weltkonzern

Amalie Auguste Melitta Bentz (1873 – 1950) liebte Kaffee. Allerdings soll sie sich die Hausfrau mehr als einmal über die Kaffeekrümel im morgendlichen Heißgetränk geärgert haben. 
 
Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass man zu ihrer Zeit das Kaffeepulver komplett in Wasser aufbrühte und den so entstandenen Kaffeesatz mit einem Sieb abschüttete.

Nun verfügte Frau Bentz aber auch über eine pragmatische Seite verfügte und sie ging das geschilderte Problem auf ihre Weise an. So durchlöcherte sie den Boden einer Konservendose mit einem Nagel und legte ein Löschpapier aus dem Schulheft ihres Sohnes in den so präparierten Behälter. Voilà, fertig war die erste Filtertüte, mit welcher der Kaffeesatz aus dem Getränk ferngehalten werden konnte.

Am 15. Dezember 1908 ließ das Ehepaar Melitta Benz dann mit einem Eigenkapital von 73 Reichspfennigen Melitta als Marke in das Handelsregister in Dresden eingetragen.

Melitta Bentz’ Mann Hugo Bentz betrieb seit 1906 ein Haushaltswarengeschäft. Zusammen gründete das Ehepaar 1909 ein Kommissionsgeschäft für Haushaltswaren, das dem Vertrieb der 1908 angemeldeten Kaffeefilter diente. Das Unternehmen wuchs schnell und Melitta Bentz entwickelte daraufhin weitere Produkte wie Spardosen, Rasierapparate, Konservengläser und Fruchtsaftfilter.

Heute ist das von Melitta Bentz gegründete Unternehmen die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG.

Melitta bietet neben Kaffee und Produkten für die Kaffeezubereitung auch Lebensmittelfolien, Verpackungsfolien, Spezialpapiere und Vliese, Produkte für Sauberkeit im Haushalt, Müll-, Gefrier- und Brotbeutel und Staubsaugerzubehör an.
 
Die ganze Firmengeschichte dindest du HIER: MELITTA
 
Bild von NoName_13/Pixabay