Posts

NEWS

Die Entdeckung des Koffeins

Bild
Friedlieb Ferdinand Runge interessierte sich schon als Jugendlicher für die Chemie und soll früh mit eigenen Experimenten begonnen haben. Während dieser Zeit soll ihm versehentlich eine geringe Menge des Safts der Schwarzen Tollkirsche ins Auge gelangt sein, was beim jungen Runge eine pupillenvergrößernde Wirkung feststellen ließ. Diese Beobachtung sollte er während seiner Studienzeit in Jena dann Johann Wolfgang von Goethe vorführen. Goethe war als Gast von Runges Vorgesetzten an der Universität Jena eingeladen und ging der Vermutung nach, dass Kaffee als Mittel gegen das Gift der Tollkirsche wirken könnte. Als Dank für das Experiment schenkte Goethe dem Chemie-Studierenden einige Kaffeebohnen und machte den Vorschlag, dass dieser deren chemische Zusammensetzung auf eine wirksame Substanz untersuchen möge. 1819 gelang es Runge schließlich, Koffein aus den Bohnen zu isolieren.  Dementsprechend gilt er auch als der Entdecker des Koffeins. Unabhängig von Runge konnten französische Ap...

Wer hats erfunden?

Bild
Wie bei fast allen Maschinen und Erfindungen war auch der Weg bis zu einer funktionsfähigen Version der uns heute bekannten Nähmaschine ein ziemlich langer.    So wurde noch bis 1830 primär mit der Hand genäht und die Fähigkeiten eines geübten Schneiders brachten es auf bis zu 30 Stichen in der Minute. Trotzdem brachte die zunehmende Industrialisierung die Notwendigkeit mit sich, diesbezüglich eine höhere Effizienz bzw. Produktivität durch maschinell bewegte Nähnadeln zu schaffen. Die diesbezüglich ersten Versuche einer mechanisch genähten Naht führte der in Großbritannien lebende Deutsche Charles Frederick Wiesenthal im Jahr 1755 durch, indem er die manuellen Nähbewegungen mit einer mechanisch betriebenen, zweispitzigen Nadel mit einem mittigen Öhr simulierte. Zwar hatte Wiesenthal laut den vorliegenden historischen Dokumenten und Aufzeichnungen niemals eine für den Produktiveinsatz brauchbare Nähmaschine fertigstellen können; jedoch gilt die von ihm entwickelte Nadelform als...

Am Aschermittwoch ist alles vorbei ...

Bild
Im 17. Jahrhundert lebten einige deutsche Mönche die Fastenzeit mit einer Konsequenz, die heute fast unvorstellbar wirkt.    Die kirchlichen Vorschriften verboten ihnen für 40 Tage jede feste Nahrung. Um diese Zeit dennoch körperlich zu überstehen, entwickelten sie ein besonders kräftiges Bier – reich an Malz, Nährstoffen und Kalorien. Nicht umsonst bekam es den Namen „flüssiges Brot“. Dabei ging es nicht um Genuss, sondern um Notwendigkeit. Dieses Starkbier war Teil einer durchdachten Überlebensstrategie, die es den Mönchen erlaubte, weiter zu arbeiten, zu beten und den strengen Alltag im Kloster zu bewältigen – allein mit Bier und Wasser. Viele Jahrhunderte später, im Jahr 2011, wollte ein Journalist herausfinden, wie fordernd diese Praxis tatsächlich war. Er rekonstruierte das historische Rezept und ernährte sich 40 Tage lang ausschließlich von diesem Bier und Wasser. Seine Erfahrungen hielt er sorgfältig fest, sowohl körperlich als auch mental. Am Ende des Selbstversuchs h...

Murmeltiertag

Bild
„Murmeltiertag“ ist ein kulturelles Ereignis, das alljährlich am 2. Februar an mehreren Orten in den Vereinigten Staaten und Kanada begangen wird.    Um eine Wettervorhersage über den weiteren Verlauf des Winters treffen zu können, werden öffentlich und teilweise im Rahmen von Volksfesten Waldmurmeltiere (Marmota monax) zum ersten Mal im Jahr aus ihrem Bau gelockt.    Wenn das Tier „seinen Schatten sieht“, das heißt, wenn die Sonne scheint, soll der Winter noch weitere sechs Wochen dauern. 

KNUUUT - Da fliegen die Weihnachtsbäume

Bild
Der St.-Knut-Tag fällt in den skandinavischen Ländern immer auf den 13. Januar und markiert dort offiziell das Ende der Weihnachtszeit.    Denn der Name dieses kuriosen Feiertages geht auf den Heiligen Knut IV. (ca. 1040–1086 n. Chr.) zurück, der zugleich König von Dänemark war und auch heute noch als Schutzpatron des Landes angesehen wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern und Regionen, wo man den Christbaum anlässlich des Dreikönigstages am 6. Januar abschmückt, verschiebt man die Sache in Skandinavien zeitlich etwas nach hinten. Denn hier entfernt man traditionell erst am 13. Januar den Schmuck und die Kerzen von den Weihnachtsbäumen. Nach wie vor begehen viele Familien und Gemeinden in Finnland, Norwegen und Schweden dies als feierlichen Akt, der in Schweden mit dem julgransplundring, der Plünderung des Weihnachtsbaums, seinen Höhepunkt hat. Das ist natürlich besonders bei Kindern beliebt, wenn der Baum mit Süßigkeiten geschmückt ist/war. Zum Abschluss der Feier am St...