04 Juni, 2026

btw #236 Schmetterlinge

Hortensien, Forsythien, Kirschlorbeer und etliche der einjährigen Blumen aus Bau- und Supermärkten haben eines gemein: Sie mögen hübsch aussehen, sind aber ökologisch völlig wertlos, weil sie kaum oder gar keinen Nektar und Pollen bieten. Bei den Massen solcher Blumen und exotischer Sträucher, die in vielen Gärten dominieren, bedeutet das für Insekten ein echtes Hungerproblem.

Wildpflanzen wie Brennnesseln oder Klee werden in vielen Gärten an jeder Stelle ausgerissen. Falter wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen und Admiral legen ihre Eier aber gezielt an Brennnesseln ab, da die Raupen ausschließlich von deren Blättern leben – ohne das "Unkraut" gäbe es die bunten Falter nicht.

25 Mai, 2026

btw #235 - Gänseblümchen

Nicht nur Kinder lieben Gänseblümchen, die man zu hübschen Kränzen flechten – und sogar essen kann. Der Hauptgrund, warum du dich künftig über Gänseblümchen im Rasen und im Beet freuen solltest: Bienen & Co. profitieren von den Blüten, sie finden hier Pollen und Nektar.

Im Gegensatz zu anderen Kräutern hat das Gänseblümchen den Vorteil, dass es lange blüht (vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst), was es besonders wertvoll macht. Gänseblümchen bieten Bienen und anderen Insekten Nektar und Pollen.

20 Mai, 2026

btw #234 Wildblumenwiese

Als der traditionelle deutsche Vorgarten entstand, hatte vom Insektensterben noch niemand eine Ahnung: kurz gehaltene Rasenfläche, drumherum sauber geharkte Rabatten. Die Steigerung davon sind der superkurz gehaltene Golfrasen – und die neumodischen Beton- und Schotter-Gärten.

Für die immer seltener werdenden Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge sind solche Flächen Wüsten. Denn Nahrung bietet ein großer Rasen den Insekten keine.