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Oregano und Majoran

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Aufgrund seines botanischen Namens Origanum majorana wird Majoran gerne mit Oregano (Origanum vulgare) verwechselt. Beide gehören zur Gattung Dost (Origanum). Während es sich beim Oregano jedoch um eine winterharte Staude handelt, muss der wärmebedürftige Majoran jedes Jahr neu ausgesät werden. Der Hauptunterschied zwischen Oregano und Majoran findet sich bei der Anwendung in der Küche: Während Oregano als typisches Pizzagewürz gilt, verfeinert Majoran Fleisch, Fisch, Geflügel, Eintöpfe und Würste, weshalb er im Volksmund auch "Wurstkraut" genannt wird. Oregano kann sowohl im Kräuterbeet als auch in Töpfen und Kübeln gepflanzt werden. ©rita s.

Zum ökologischen Gärtnern ist ein Umdenken nötig

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Gerade der Rasen nimmt in vielen deutschen Gärten einen Großteil der Fläche ein – eine Fläche, auf die Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer aktiv Einfluss nehmen und nützliche Lebensräume für Insekten schaffen können. Um sich mit dem Anblick eines Gartens anzufreunden, in dem Löwenzahn und Gänseblümchen im Rasen wachsen, ist jedoch ein Umdenken nötig. Bei vielen sind solche Pflanzen oft als Unkraut verschrien.   Dabei ist "Unkraut" ein menschengemachter Begriff, es handelt sich dabei schlicht um Wildkräuter mit einem hohen ökologischen Wert für Insekten. Je größer das Wissen über diese Pflanzen ist, desto eher wächst auch die Akzeptanz. Wem eine große Fläche ungemährter Rasen zu unordentlich erscheint, kann zumindest einen Teil ungemäht stehen lassen. Einzelne "wilde Ecken" oder eine ungemähte Stelle inmitten des gepflegten Rasens ist für Insekten und andere Tiere bereits eine große Hilfe. Andere Teile des Gartens lassen sich dann zum Spielen oder G...

Die Schönaster ist Staude des Jahres 2026

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Die Schönaster (Kalimeris) hat alles, was man sich von einer Staude wünscht: Sie ist robust, gesund und langlebig. Es ist also nicht verwunderlich, dass sie vom Bund deutscher Staudengärtner (BdS) zur Staude des Jahres 2026 gewählt wurde. Besonders fasziniert ihre lange Blütezeit, Bereits Ende Juni schmücken sich die Dauerblüher überreich den ganzen Sommer bis September. Der grosse Vorteil, dass sie mit ihren 60 bis 80 Zentimeter hohen Stielen absolut standfest ist. Wie alle Schönastern fühlt sie sich an sonnigen bis halbschattigen Plätzen im Beet am wohlsten. Ein frischer Boden sagt den unkomplizierten Stauden am meisten zu, doch Trockenheit ist auch kein Problem. Die Pflanzen bleiben dann einfach etwas zierlicher im Wuchs. Für die zeitgemäße Art des Gärtnerns im Einklang mit der Natur ohne Chemie und Dünger sind die Blütenhorste ideal. ©rita s.     Bild von Kathas_Fotos auf Pixabay  

by the way: 17 Millionen Privatgärten

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Vielen Menschen ist sicherlich nicht annähernd bewusst, welchen Wert Privatgärten für Biodiversität und Klimaanpassung haben. Wer denkt, dass sein kleiner Garten ohnehin keinen Einfluss hat, sollte sich klarmachen, dass es etwa 17 Millionen Privatgärten in Deutschland gibt ... eine riesige Anzahl kleiner Lebensräume mit enormer Gesamtfläche. Würde auch nur in jedem fünften Garten Insektenfreundliche Pflanzen stehen, würde das Nahrung viele Millionen im Jahr fliegende Insekten bedeuten. Eine Wiese kann schon nach einem Monat ohne Mähen etwa die zehnfache Nektarmenge eines wöchentlich gemähten Rasens bieten. Auf einer natürlichen Blumenwiese von der Fläche eines Basketballfelds können etwa 60.000 Insekten leben. Die Bedeutung von Gärten ist auch deshalb groß, weil urbane Räume im Zuge intensivierter Landwirtschaft die entscheidenden Rückzugsorte für etliche Arten geworden sind. Bunte und blühende Wiesen sind aus der Kulturlandschaft fast verschwunden, und ein Drittel der urbanen Räume s...

btw #236 Schmetterlinge

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Hortensien, Forsythien, Kirschlorbeer und etliche der einjährigen Blumen aus Bau- und Supermärkten haben eines gemein: Sie mögen hübsch aussehen, sind aber ökologisch völlig wertlos, weil sie kaum oder gar keinen Nektar und Pollen bieten. Bei den Massen solcher Blumen und exotischer Sträucher, die in vielen Gärten dominieren, bedeutet das für Insekten ein echtes Hungerproblem. Wildpflanzen wie Brennnesseln oder Klee werden in vielen Gärten an jeder Stelle ausgerissen. Falter wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Landkärtchen und Admiral legen ihre Eier aber gezielt an Brennnesseln ab, da die Raupen ausschließlich von deren Blättern leben – ohne das "Unkraut" gäbe es die bunten Falter nicht. ©rita

btw #235 - Gänseblümchen

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Nicht nur Kinder lieben Gänseblümchen, die man zu hübschen Kränzen flechten – und sogar essen kann. Der Hauptgrund, warum du dich künftig über Gänseblümchen im Rasen und im Beet freuen solltest: Bienen & Co. profitieren von den Blüten, sie finden hier Pollen und Nektar. Im Gegensatz zu anderen Kräutern hat das Gänseblümchen den Vorteil, dass es lange blüht (vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst), was es besonders wertvoll macht. Gänseblümchen bieten Bienen und anderen Insekten Nektar und Pollen. Deshalb sollte man sie nicht mühsam aus dem Rasen entfernen, sondern wachsen lassen und sich an den vielen Insekten erfreuen, die sie umschwirren. Freunde des englischen Rasens sehen in den weiß-gelben Blüten ein lästiges Unkraut.    Eine Gänseblümchenwiese hat mit allem, was darin krabbelt und summt, etwas Magisches an sich: Der Blütenteppich aus weiß-gelben Blüten ist wunderschön anzusehen und es ist faszinierend zu beobachten, wie sich alle Blüten – fast wie abgesproch...

btw #234 Wildblumenwiese

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Als der traditionelle deutsche Vorgarten entstand, hatte vom Insektensterben noch niemand eine Ahnung: kurz gehaltene Rasenfläche, drumherum sauber geharkte Rabatten. Die Steigerung davon sind der superkurz gehaltene Golfrasen – und die neumodischen Beton- und Schotter-Gärten. Für die immer seltener werdenden Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge sind solche Flächen Wüsten. Denn Nahrung bietet ein großer Rasen den Insekten keine. ©rita